Friedenskonferenz

Es gibt detaillierte Konzepte für zivile Konfliktbearbeitung im gesellschaftlichen Bereich, bei innerstaatlichen Konflikten und ermutigende Erfahrungen auf internationaler Ebene. Die UNO, zwischenstaatliche und regierungsunabhängige Organisationen haben auf diesem Gebiet durch Verhandlungen, Schlichtung und Beobachtermissionen bereits Beachtliches geleistet. Zu den wichtigsten Instrumenten zählt auch der Zivile Friedensdienst (ZFD), der mit den Konfliktparteien vor Ort an Lösungen arbeitet, die für alle tragbar sind. Die „Internationale Münchner Friedenskonferenz“ beschäftigt sich seit 2003 mit diesen neuen Ansätzen und zeigt internationale Beispiele für das Gelingen auf.*

Von der Bundesregierung erwarten wir:

  • Beendigung der Auslandseinsätze der Bundeswehr
  • Stopp der Waffenexporte und Unterbindung des illegalen Waffenhandels
  • Senkung der Rüstungsausgaben und eine deutliche Erhöhung der Mittel für zivile Konfliktbearbeitung
  • Einführung eines Zivilsteuergesetzes: Kein Steuer-Zwang zur Mitfinanzierung der Militärausgaben
  • Schritte zur Abrüstung mit dem Ziel der allgemeinen und vollständigen Abrüstung
  • Eine Stärkung der Institutionen der gemeinsamen Sicherheit wie UNO und OSZE

Ziele und Aufgaben der Friedenskonferenz:

  • Ein wesentliches Ziel der Friedenskonferenz ist es, Denkprozesse anzustoßen, die eine Kultur des Friedens beflügeln.
  • Mit konkreten Beispielen aus verschiedenen Kulturen wollen wir Perspektiven aufzeigen für eine am Wohl der Menschen orientierte Sicherheit.
  • Wir wollen die Menschen ermutigen, sich ins politische Geschehen einzumischen.
  • Mit der Friedenskonferenz legen wir den Schwerpunkt auf die Beschäftigung mit friedenspolitischen Optionen. Wir sehen sie als Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung neben den Straßenaktionen, Dialogveranstaltungen und Friedensgebeten.
  • Wir setzen uns mit unserem Handeln und der „Internationalen Münchner Friedenskonferenz“ dafür ein, dass die Menschen in Frieden und in sozialer Gerechtigkeit miteinander leben und verantwortlich mit der Natur umgehen.

Vorläufiges Programm der Internationalen Friedenskonferenz, 16.2. – 18.2. 2018

Freitag 16.2., 19:00 Uhr Internationales Forum Altes Rathaus

  • Einführung und Moderation: Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes
  • Franz Alt, Publizist: Kommt endlich zur Vernunft.
  • Die Friedensbotschaft von Michail Gorbatschov
  • Julia Karashvili, Frauenorganisation „Consent“, Georgien: Friedensarbeit im Südkaukasus
  • Tiffany Easthom, Direktorin Nonviolent Peace Force: Konzepte und Projekte der Nonviolent Peace Force

Samstag 17.2., im DGB-Haus in der Schwanthalerstraße

  • 9:30 Uhr, Gesprächsforum mit den ReferentInnen des Internationalen Forums
  • 19:00 Uhr, Aktuelle Runde zum Thema „Europa- Russland- USA. Zurück zur Gemeinsamen Sicherheit“
  • Beatrice Fihn, Geschäftsführerin von ICAN (Internationale Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen): Zum Stand der Bemühungen zur Abrüstung bei Atomwaffen (angefragt)
  • Thomas Roithner: Österreichisches Studienzentrum für Konfliktforschung:Die Entwicklung der Beziehungen zwischen Europa und den USA. (angefragt)

Sonntag 18.2., 11:30 Uhr, Ort folgt noch

  • 11:30 Uhr, Friedensgebet der Religionen