Redemanuskript von Walter Listl zur Rosa-Luxemburg-Konferenz

13.1.2018 in Berlin

Am Samstag, 17. Februar findet in München die 54. Sicherheitskonferenz statt.

Aber schon der Begriff Sicherheitskonferenz ist eine Einwortlüge.
Mit Sicherheit lässt sich von dieser Konferenz nur eines sagen:
Es ist eine Zusammenrottung von Kriegsstrategen und Waffenhändlern und deren politischen Agenten – viele davon mit Korruptionshintergrund.
Seit über zwanzig Jahren demonstrieren wir gegen die Siko und viele fragen sich – was haben wir erreicht?
Mit unseren Protesten geben wir denjenigen eine Stimme, die gegen Aufrüstung, gegen die geplante Erhöhung der Rüstungsausgaben, gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr, gegen Waffenexport und gegen Atomwaffen sind.
Unsere Demo und Protestkette durch die Münchner Innenstadt ist ein Signal gegen die bleierne Stimmung, man könne gegen die da oben eh nichts machen.
Gegen das Kriegsgeschrei der Natopolitiker in USA wie in Europa brauchen wir einen Aufschrei der Kriegsgegner.
Wir leben in einer Vorkriegszeit.
Die NATO rückt an die Westgrenze Russlands vor und befeuert mit Waffenlieferungen den Konflikt in der Ostukraine
Der Konflikt zwischen USA und Nordkorea droht zu einem Atomkrieg zu eskalieren
Deutsche Waffenexporte befeuern Kriege in aller Welt und schaffen ein Millionenheer von Flüchtlingen
Die USA modernisieren ihre Atomwaffen, die auch in Deutschland stationiert sind um Kriege mit Atomwaffen führbar zu machen.
Vor unser aller Augen werden die nächsten Kriege vorbereitet.
Nein zum Krieg
Nein zur weiteren Aufrüstung
Nein zu allen Atomwaffen
Deutschland raus aus der NATO
Ja zu Frieden mit Russland
Ja zur Solidarität mit Flüchtlingen
Ja zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen

Das sind in diesen Zeiten Losungen einer notwendigen planetarischen Revolution gegen ein kapitalistisches System durch das alle 5 Sekunden ein Kind verhungert, das millionenfaches Flüchtlingselend produziert und das dabei ist, diesen Planeten zu ruinieren.

Deshalb gehen wir auf die Straße, laut und vielfältig, einfallsreich und kreativ.
Wir fürchten weder die Polizei noch das Winterwetter.
Sorge macht uns nur die Erkenntnis, dass tausende bei unserer Demo nicht reichen werden, dass wir Zehntausende ja Millionen werden müssen um den kollektiven Wahnsinn der Kriegsvorbereitungen zu stoppen.

Deshalb kommt am 17. Februar nach München
Bringt Schilder, Megaphone und Transparente mit.
Und zieht euch warm an, denn wir brauchen einen langen Atem.